200 km durch das Mühl und Waldviertel auf unbeschlagenen Pferden!
JULI 2004

2003 kamen wir von der "Rainbow-Ranch" aus Oberthern im Weinviertel auf unserem jährlichen Wanderritt nach Altmelon an der oberösterreichischen Grenze. Diesmal führte uns Joe Spiegel von der "Waldviertler-Highland-Ranch" auf die Mühlviertler Alm.

Als wir am Samstagabend ohne Eisen bei Joe ankamen, glaubte er nicht, dass wir die ganze Tour schaffen würden!

Am Sonntag brachen wir zu einem Tagesritt im Gemeindegebiet Altmelon auf (mystische Steinhöhlen, entlegene Fischteiche, herrliche Flüsse zum Durchfurten, die mittelalterliche Ruine Arbesbach und danach auf ein Eis ins "Beisl"). Am Abend im Country-Pub auf der WHR besprachen wir, bei ein paar kleinen Bier's, noch einmal die bevorstehende Woche.

Am Montagmorgen gings endlich los, 4 Pferde von der "Rainbow-Ranch" – ohne Eisen - und 3 Pferde von der WHR – mit Eisen. Stefan, unser treuer Wegbegleiter mit seinen guten Nerven, und sein Sohn Alex, mit dem Begleitfahrzeug, begleiteten uns ebenfalls.

Es ging vorbei am Bärengehege in Schönfeld, an Kühen und Bullen, an romantischen Lichtungen mit kleinen Teichen, hinein ins stark hügelige Mühlviertel nach Unterweißenbach zum Kern, wo uns Hermine zum Mittagstisch freundlich, wie immer, begrüßte.

Am Nachmittag ritten wir auf einsamen Wegen nach Schönau zum Gstöttner. Bei Anni und Wick ist man sehr gut aufgehoben, einfach wie zu Hause. Auch unsere Pferde konnten eine für sie ganz neue Erfahrung machen: Schwimmen im 800 m2 großen Teich.

Am nächsten Tag kamen wir über die Aistrast zur Ruine Prandegg, wo die Gstöttner-Anni schon mit dem Picknick auf uns wartete. Danke Anni! Wir bauten mit dem fleißigen Stefan und seinem Sohn einen Seilcorral für die Pferde, aßen und tranken, eroberten die Ruine und lagen in der Sonne – es war super! Übernachtet haben wir im freundlichen Gasthaus Resch in Gutau. Unsere Pferde verbrachten die Nacht mit einer traumhaften Aussicht aus ihren Boxen beim Haunschmied.

Am Mittwoch ritten wir durch traumhafte Wälder und in der Aist, an alten Mühlen vorbei (von Lebenskünstlern bewohnt), zu Maria Pühringer in Bad Zell, die uns freundlich wie immer empfing (obwohl wir 1 ½ Stunden Verspätung hatten). Wie jeden Tag hieß es zuerst Pferde versorgen und dann Mittagessen. Nach dem riesengroßen Schnitzel und einem ½ Most verkrochen wir uns in den schattigen Wald zu einem Mittagsschläfchen. Danach gings weiter über die ewigen Hügel und Täler des Mühlviertels nach Tragwein, zum Eder.

Der vorletzte Tag begann mit Regen. Es ging über Schloß Zellhof zur Mittagsrast bei der Raabmühle. Es regnete immer wieder, aber wir waren alle bestens ausgerüstet. Über die Ruine Ruttenstein kamen wir zum Gasthaus Rameder in Mönchdorf. Hier blieben keine Wünsche offen, er weiß was Wanderreiter brauchen.

Etwas traurig starteten wir am nächsten Tag zur letzten Etappe. Mittagessen bei der Pferderast Schartmüller, ein kurzer Besuch auf der St. Georg-Ranch der Fam. Mittmannsgruber. Dann ritten wir nochmals durch die herrliche Landschaft des Mühl- und Waldviertels zurück nach Altmelon.

Bei einem Abschlußtrunk im Gasthaus Spiegel ließen wir nochmals die gelungene Woche Revue passieren. Allen die dazu beigetragen haben sei herzlich Dank gesagt, vor allem Joe! Nichts ist passiert und wir kommen gerne wieder.